Ein wenig Erfahrung hatten sie ja schon. Als Anna und Florian sich den Hobby 560 KMFe anschafften, waren sie bereits im Besitz eines alten Fendt, den sie einem Make Over unterzogen hatten. Hiermit hatten sie das Campen erprobt und liebgewonnen. Da im Fendt jedoch kein Extra-Bereich für Söhnchen Theo (1 Jahr) vorhanden war, entschied das Paar, dass ein anderer Wohnwagen hermusste. Die Frage war nur, ob sie einen neuen oder gebrauchten Wohnwagen kaufen sollten. “ Lange Zeit tendierten wir zu einem nagelneuen. Aber ganz ehrlich: wir renovieren viel zu gern!“ erzählt Anna.

Dieses Mal wollten sie alles professioneller als beim ersten Make Over angehen. Also wurden verschiedene Farben auf ihre Tauglichkeit hin überprüft. Der 2in1 Buntlack, den das Paar beim ersten Wohnwagen genutzt hatte, erwies sich als schlechte Wahl. Er platzte ab. Dem Kreidefarben-Hype folgend versuchten sie sich danach mit dieser Farbe. Aber auch hier waren sie mit dem Resultat unzufrieden “ Unglaublich teuer (fast dreimal so viel) aber angeblich das Beste, was es gibt. Für uns leider nicht. Kreidefarbe ist halt einfach so ne Sache für sich… “ erzählt Anna ernüchtet. Schließlich überzeugte die Renovierfarbe eines Baumarktes.

Und so wurde guten Mutes losgestrichen. Zeit hatte das Paar nur abends und an den Wochenenden. Wie das so bei jungen Eltern ist… Umso größer war der Schock, als nach den ersten Streicharbeiten Wasserschäden im hinteren Bereich auftraten. Also musste erst einmal nach dem Verursacher gesucht werden. Und da waren einige undichte Stellen an der Dachluke, den Fenstern und dem Fahrradträger. Das Schlimmste war aber die morsche Wand im Bad. Anna war an diesem Punkt kurz davor, das Handtuch zu schmeißen.

Das Paar biss aber die Zähne zusammen und erneuerte die Wand und dichtete ab, was abzudichten war. Danach bekam die Lust am Pimpen auch wieder Auffahrt und es wurde eifrig weiter gewerkelt. Die Inneneinrichtung des Bads wurde komplett entfernt und der Raum tapeziert. Beim eingebauten Waschbereich wurde alles bis auf den Unterschrank herausgerissen und das große Vollplastik-Waschbecken durch eine kleinere Waschschüssel ersetzt. Das untere Bett des vorhandenen Hochbetts kam raus und der neu gewonnene Raum zum Spielbereich für Theo umgebaut. Der Boden erhielt eine Fußbodenheizung und neuen Belag. Ein besonderes Gimmick sind die Milchglasfenster in den Oberschränken. Dafür hat Florian die alten Einsätze abgenommen (was etwas schwer ging, da die Dinger bombenfest saßen) und danach Plexiglasschreiben mit Montagekleber eingesetzt.

Auch wenn es klingt wie eine lange Renovierungsphase, summa summarum hat das Paar nur 4 Monate benötigt. Was für eine Leistung! Nun freut sich das Paar auf viele schöne kurze und lange Auszeiten mit dem Wohnwagen. Auf dem Instagram-Account happy_campbeerfamily könnt ihr die Familie auf ihren Reisen begleiten.

Alle Bilder von Anne Franke

Ein schöner Hingucker sind die Milchglasfenster in den Oberschränken.

Ein Kompass-Wandaufkleber ist immer eine schöne Wanddeko im Wohnwagen (wie hier).

Theo hat jetzt sogar sein eigenes kleines Spielreich im Wohnwagen.

Dank des Klapptisches ist sogar Raum um bei Regenwetter Legoburgen zu bauen.

Und hier die Davor-Bilder. Was für ein Unterschied!