Und plötzlich stellte Tanja fest, dass ihre neue Freizeitbeschäftigung das Suchen nach passenden Gegenständen für ihren Eriba Troll war. Tanja und ihre Familie hatten sich gerade einen Eriba Troll von 1982 mit original (Innen-) Ausstattung gekauft und waren nun dabei den Wohnwagen – genannt Schowie 2.0 – auf Vordermann zu bringen.

Einen ersten Dämpfer beim Renovieren gab es, als das Paar entdeckte, dass der Boden beim Einstieg völlig morsch war. Da hieß es erstmal recherchieren, wie man diesen am Besten ersetzt… Dank der Facebook-Gruppe CamperStyle fand sich dann später auch eine Lösung.

Zunächst aber wurde der Stoff vom Hubdach ausgebaut (das geht!), damit er sich einer Grundreinigung und Neuimprägnierung unterziehen konnte. Tanja machte sich daran, die Fronten im Wohnwagen in Cremé zu streichen, wobei sie die Kunstlederbeschläge, einige Ablageflächen und die braunen Griffe aussparte. Auf den Boden kam ein blauer PVC-Boden in Mosaikoptik, die Kühlschranktür wurde mit Tafelfolie versehen und die vergilbte Eingangstür innen matt-schwarz angesprüht.

Um ein festes Bett zu erhalten wurden im Heck die Seitenbänke sowie ein Teil der Mittelbank entfernt. Den verbleibenden Teil der Mittelbank (das Stück an der Heckwand) erhöhte das Paar mittels eines Balkens. Entsprechend hohe Stelzen wurden an die gegenüberliegende Schrank- bzw. Küchenwand geschraubt. Danach kam ein zurechtgesägter (Futon-) Lattenrost auf den Unterbau. Um eine passende Matratze zu erhalten, passte das Paar eine gekaufte Matratze mit einem elektrischen Messer der Rundform des Eribas an. Schließlich wurde noch eine Abdeckung vor den Stauraum unter dem Bett gesetzt. Diese lässt sich mittels der Grifflöcher hoch und runter schieben (wie einfallsreich!). Für die Optik hat Tanja sie noch braun lasiert.

Auf die Polster kamen IKEA Kivik Bezüge. Die passen wunderbar zu den Maßen der Sitzbänke und können bei Bedarf einfacher abgezogen und gewaschen werden. Zum Schluss erhielt Schowie noch Vorhänge, bunte Kissen und dekorative Accessoires. En voilà: Schowie war fertig.

Wann immer ich Bilder von Schowie sehe, geht mir das Herz auf. Ich weiß nicht, ob es am Creméton liegt, aber irgendwie scheint er von Innen zu leuchten…

Charlotte von Caravanity

Caravanity

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Der Frontbereich mit Sitzecke (oben) und umgebaucht zum Bett (unten). Auf die Polster kamen IKEA Kivik Bezüge, auf den Boden ein PVC-Belag in Fliesenoptik (ähnliches Modell hier).

Caravanity

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Die Kunstlederbeschläge hat Tanja ebenso belassen, wie die Ablageflächen in Holzoptik. So bleibt vom ursprünglichen Charm noch ein wenig erhalten.

Unten: das selbstgebaute Festbett mit Abdeckplatte zum hoch- und runterschieben.

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Und so sah Schowie davor aus:

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Noch ein Tip von Tanja: da gängige Wohnwagenvorzelte beim Eriba Touring nicht passen, kann man sich stattdessen ein Busvorzelt nehmen. Sie haben das Modell Mallorca Easy Air von Obelink.

Schowie könnt Ihr übrigens auch auf Facebook bewundern: schowie 2.0 – the cute little vintage family caravan